Öffentliche Veranstaltungen zum Thema Rechenschwäche in Münster
Dienstag, 15.
November, von
Vortragsveranstaltung für Eltern, Lehrer, Erzieher im Osnabrücker
Zentrum für mathematisches Lernen, Bergstraße 30,
48143 Osnabrück,
Eintritt frei.
Voranmeldung unter:
Tel: 0541/205 22 42
Referentin:
Regina Kobold, Integrative Dyskalkulietherapeutin
Max sitzt zu Hause lustlos
vor seinem Heft mit einer Reihe von Rechenaufgaben. Besonders die
Minusaufgaben fallen ihm schwer. „Bloß kein minus … lieber plus!“,
ein Problem, das seine Mutter schon seit der ersten Klasse kennt.
„Der Achtjährige hasst einfach Mathe“, sagt sie. Und ich habe
gemerkt, dass er immer wieder vergisst, was er gestern noch rechnen
konnte, ist heute einfach weg“.
Rechenaufgaben
sind schon für viele Grundschüler ein Problem, für rechenschwache
Kinder sind sie ein Alptraum. Was haben sie falsch verstanden,
welche Einsichten fehlen ihnen? Mathematisches Unverständnis bei
Schülern lässt sich für eine begrenzte Zeit kompensieren, etwa durch
hoch entwickelte Zählstrategien und begriffsloses Auswendiglernen.
Manches rechenschwache Kind bleibt sogar während der ersten
Grundschuljahr nach Noten unauffällig – es zählt blitzschnell,
während andere rechnen. Diese Kompensationsmöglichkeiten werden dem
rechenschwachen Kind oft zu einem späteren Zeitpunkt zum Verhängnis:
Solange das grundlegende Unverständnis beim Rechnen nicht bemerkt
wird, kann die Fehlentwicklung fortschreiten – die Rechenschwäche
verfestigt sich. Der Umgang mit der Mathematik wird für das Kind und
für die Familie zu einer immer größeren Belastung.
Auffälligkeiten einer Rechenschwäche
Kinder mit einer
Rechenschwäche gehen
irrtümlich von der Vorstellung eines „Zahlenalphabets“ aus und
begreifen Addition und Subtraktion entsprechend als Aufforderung zum
Vorwärts- bzw. zum Rückwärtszählen. Auch den Aufbau mehrstelliger
Zahlen im Zehnersystem haben sie nicht richtig verstanden. Ihr
„Rechnen“ wird den wachsenden schulischen Anforderungen daher immer
weniger gerecht. Rechenschwache Jugendliche und Erwachsene blicken
fast immer auf eine jahrelange Leidenszeit mit negativen
Auswirkungen auf ihre persönliche, schulische und berufliche
Entwicklung zurück. Deshalb gilt es so früh wie möglich die
Rechenschwäche zu erkennen, um Abhilfe schaffen zu können.
Kostenloser Informations-Abend
Ein kostenloser
Informations-Abend im Osnabrücker Zentrum für mathematisches Lernen
(Rechenschwäche/Dyskalkulie), Georgstr. 8, 49074 Osnabrück, wird für
Eltern, Lehrer, aber auch für Erzieher/innen angeboten. Der Vortrag
mit Diskussion gibt einen ersten Überblick zu den Fragen: Was ist
Rechenschwäche? Wie verläuft sie? Woran kann sie erkannt werden? Wie
kann Kindern geholfen werden? Der Vortrag beginnt mit dem
rechnerischen Vorwissen im Schuleingangsbereich behandelt dann den
Zahlenraum bis 10, um den fachlichen Teil mit dem Rechnen plus und
minus bis Hundert abzuschließen. Um
Voranmeldung unter Tel: 0541/205 22 42 wird gebeten.
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